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Gregor Tresher ist ein echtes hessisches Gewächs, seine ersten Platten sind unter anderem Namen auf dem Ambientlabel Elektrolux erschienen. Mit losgelassener Handbremse veröffentlichte er danach auf Datapunk und Terminal M, sein neues, drittes Album „The Life Wire“
ist gerade auf seinem frisch gegründeten, eigenen Label Break New Soil erschienen. Wenn sein DJ-Set dem eigenen Sound nahekommt, erwartet euch ein kraftvolles Technoset, in dem Oldschool-Bewusstsein und Modernität locker Hand in Hand gehen. In der Panorama Bar gibt
es ein Gipfeltreffen der anderen Art: das französische Houseduo Nôze wird mit Dani Siciliano auftreten, und man kann gespannt sein, wie der gutturale R ülpsgesang der trinkfreudigen Burschen mit der Stimme einiger der schönsten Housesongs aller Zeiten korrespondieren wird.
Dass Siciliano nicht nur Sängerin und ewige Künstlermuse ist, sondern auch auflegen kann, wird sie in einem DJ-Set nach ihrem Auftritt zeigen. Auch ans Herz gelegt sei euch das DJSet von Andy Blake am Sonntagmittag. Der Brite ist Fachmann für Disco, Italo, House und Techno und betreibt mit seinem Dissident Label eine der heißesten Adressen für neue, obskure Dancemusic.
Interview Andy Blake
Bitte stelle dich vor.
Mein Name ist Andy Blake und ich lebe im Süden von London. Ich DJe, betreibe ein kleines Plattenlabel namens Dissident und gelegentlich mache ich mit einem Haufen staubiger Drummachines und analogem Zeug auch Musik.
Auf Dissident veröffentlichst du recht spezielle Musik zwischen Italo und House von meist unbekannteren Leuten. Was ist dein Konzept?
Ich denke, Dissident steht hauptsächlich für eine Independent-Haltung und die Möglichkeit, Risiken einzugehen. Ich veröffentliche ausschließlich Musik, die mir persönlich sehr gut gefällt, ohne auf irgendwelche Regeln zu achten, wie es vielleicht andere Labels tun. Es gibt eine Menge unterschiedlicher Leute auf Dissident mit extrem
unterschiedlichen musikalischen Backgrounds. Einige
haben schon woanders eine Menge Platten veröffentlicht, für manche ist Dissident die erste Chance, der Welt zu zeigen, was sie können. Die Idee des Labels ist, den Künstlern einen guten Start zu ermöglichen, wo sie drauf aufbauen und sich ein Stück vom Kuchen sichern können.
Du machst keinerlei Promo und hälst das Label somit bewusst unterhalb des medialen Radars. Wünschst du dir mehr Eigeninitiative von den Leuten?
Eigeninitiative trifft es hervorragend, danke, das muss ich mir merken. Ich habe immer schon gesagt, dass das Label eher für engagierte Leute gemacht wird und nicht zum hirnlosen Konsumieren. In meinem musikalischen Utopia würde jeder selbst entscheiden, welche Musik er mag, anstatt einfach nur hippen DJs und Labels zu folgen. Dissident ist ein Versuch,
solch ein Anspruch voranzutreiben. Aber ich versuche nicht bewusst, unterhalb des Radars zu bleiben – ich würde mich sehr freuen, wenn Dissident bekannter würde!
Woher kommt deine Passion für Disco?
Ich denke nicht, dass ich Disco leidenschaftlicher mag
als andere Arten von Dance Music wie zum Beispiel Dub,
Reggae, anständigen House und Industrial. Ich habe einen breit gefächerten und vorurteilslosen Geschmack und alle Arten von Musik mit Substanz, Seele, Schneid und Drama finden ihren Weg in meine Plattensammlung und DJ-Sets. Die Hauptinspiration, die ich von den Original-Disco- und frühen House-DJs erhalten habe, ist die Freiheit, alle Arten und Stile von Musik zu spielen, wenn es die Situation im Club zulässt. Meine Passion nährt sich aus der Möglichkeit,jedes Wochenende die wundervolle Musik mit anderen Menschen an den unterschiedlichsten Orten der Welt zu teilen. Ein echtes Privileg, das ich sehr zu schätzen weiß. Für
mich ist der Dancefloor ein heiliger Ort, und alle von uns, die miteinbezogen sind, können sehr glücklich sein.
Welche Musik können wir bei deinem DJ-Set in der Panorama Bar erwarten?
Ich plane meine Sets nie im Voraus. Mit den Leuten und
dem Vibe in dem Raum spontan und angemessen arbeiten
zu können, diese einzigartige Kommunikation zwischen DJ
und Tänzer, das macht mich wirklich glücklich. Für mich geht es darum, eine Beziehung zu den Clubs und den Tänzern aufzubauen, eine Reise durch Zeit und aufregende, neue Territorien zu unternehmen, so dass hoffentlich jeder eine tolle Zeit hat und wir uns bald wiedersehen.
Andy Blake legt am Sonntagmittag, 4. Oktober, in der Panorama Bar auf
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