Line-up / Efdemin (Dial/ Curle/ Berlin), Roland Appel (Sonarkollektiv/ Muc), Der Brane (Die Registratur/ Muc), Visuelles: Hiltmeyer Inc & Betty M�
Jetzt wird es wieder deep. EFDEMIN passt wie die Faust aufs Auge zu BLAST OF SILENCE, denn dieser smarte Knabe hat nicht nur eine vorzügliche künstlerische Ausbildung genossen, nein, er kleidet sich noch gut und hat einen noch besseren Musikgeschmack. Ein Lieblings-DJ, Freund des Hauses (Houses) und Wunschschwiegersohn, der in einer Teegesellschaft genauso wie in den Tiefen des Berghain überzeugt. Da gibt er nämlich von Zeit zu Zeit ein etwas härteres (nicht jedoch weniger deepes) Set zum Besten, denn wer House mag, muss Techno ja nicht verschmähen. Soul muss es haben, sagen ROLAND APPEL und DER BRANE immer und wie immer haben sie Recht. DIAL ist aber auch eines der großartigsten Labels unserer Zeit, immerhin werden da noch große Gefühle ohne Pathos produziert, Schlichtheit und Eleganz zusammen getragen, während man scheinbar mühelos Detroit in die deutsche Sprache übersetzt. EFDEMIN’s großer Hit im letzten Jahr war seine „America“ Platte auf CURLE, die zu allen Zeiten auf allen Floors funktionierte und nicht umsonst die GROOVE Charts auf Platz 1 anführte. Für diejenigen, die seine anderen Produktionen („Acid Bells“ zum Beispiel) bereits kannten, war klar, dass es nur eine Frage der Zeit sein kann, bis EFDEMIN im Olymp zwischen Moodyman und Carl Craig speisen darf. Immerhin lief schon im Jahr zuvor sein Überhit „Just a track“ in jedem Set, das etwas auf sich hält. „If house was a nation, I wanna be president“. Besser hätten es DER BRANE oder Herr APPEL auch nicht sagen können.

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