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Mit BAREM, SOMEONE ELSE und DARIO ZENKER treten heute im Harry Klein wieder einmal drei Protagonisten einer neuen Generation von Produzenten und Djs elektronischer Tanzmusik auf. Aufgewachsen im digitalen Zeitalter, arbeiten sie intuitiv mit Sofware wie Reason und Ableton um ihre musikalischen Ideen und Emotionen umzusetzen. Netlabels und Online – Vertriebe haben es ihnen in relativ kurzer Zeit ermöglicht ein Publikum rund um den Globus zu finden, egal wo man wohnt, ob in Buenos Aires, Philadelphia oder in München.
Der Argentnier Barem verbrachte seine Teenager-Jahre noch als Gitarrist diverser Bands, bevor die deutlich weniger begrenzten Möglichkeiten des digitalen Musizierens von Techno und House entdeckte. Schon mit seinen ersten Veröffentlichungen auf dem Netlabel Unfoundsound, das ja bekanntermaßen von Someone Else betrieben wird, entwickelte er einen unverwechselbaren Stil der geprägt ist von extrem zielsicheren Bässen und Drums, die sehr trocken produziert sind, und Tracks fast ohne Melodien. Die Dynamik entsteht aus sich zueinander verschiebenden Rhythmusfiguren heraus, es gibt keinen einzigen Hi-Hat-Schlag, der nicht absolut zwingend ist. Seine Stücke wie auch seine DJ-Sets strahlen eine ganz ruhige und gleichzeitig absolut euphorisierende Konzentration aus. 2005 traf er Richie Hawtin in Buenos Aires und es war nur eine Frage der Zeit bis auf Minus seine neuen Tracks erscheinen sollten. Die subtilen perkussiven Elemente und sein deeper Minimalismus passen wie die berühmte Faust auf das Auge dieses Labels.
Sean O'Neal aka Someone Else ist nicht nur der Macher von Unfoundsound und Foundsound, zwei der besten digitalen Labels der USA, sondern auch ein hervoragender Produzent und DJ. Speziell seine Mixe sind pure Funkyness: hypnotisierende Vocalfragmente in den Tracks werden noch mit zusätzlichen Effekten bearbeitet, skurrile Geräuschsamples erzeugen verspulte Rhythmen und seine mächtig wummernden Basslines geben eigentlich das Startsignal für die bösen Stunden der Afterhour. Dann aber tauchen wieder tänzelnde Grooves auf, die immer dann richtig einschlagen, wenn die Menge gerade mit lässigem Hufgetrappel über den Dancefloor trabt.
Unser Münchner Lokalmatador Dario Zenker ist wohl momentan einer der Durchstarter der Saison. Seine letzte EP auf Vakant „Would Be Nice“ zeigt ihn absolut auf der Höhe seines Könnens. Darios eigene Produktionen, wie auch seine Trackauswahl beim Auflegen sind unheimlich dicht und funky. Wer Housetracks mit leichter Paukenschlagseite mag, der ist bei ihm perfekt aufgehoben. Deepes Detroit trifft auf Circus Company und alles wird in der Schwebe gehalten von upliftenden Chords und grollig swingendem Bass der Münchner und Jenaer Schule. Hymnische Sounds, die gerne auch mal ein digitales Beatgewitter herunter prasseln lassen.

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