|
„Dettmann“ heißt es kurz und bündig, das Debütalbum von Marcel. Ab kommenden Montag bei dem Fachhändler deines Vertrauens zu erwerben, gibt es heute bei uns die Record Release Party, für die sich Marcel ein denkbar stimmiges Line-Up zusammen gestellt hat: Shed mit einem DJ/Live-Hybrid-Set, Ben sowie der bei uns noch wenig bekannte japanische DJ Nobu. In der Panorama Bar gastiert das Label von Adam Marshall, New Kanada, dass, der Name verrät es schon, in erster Linie Plattform für kanadische Produzenten ist. Und so gibt es heute den ansonsten von Wagon Repair bekannten Discoloop-Experten The Mole, Stuart Li alias Basic
Soul Unit (eine Konstante nicht nur in Tama Sumos Sets), sowie gleich zwei Mal Marshall selbst zu hören. Einmal als DJ und einmal live mit Nicholas Murry als N/A feat. Rosina, deren Musik sie selbst als „Punk-Funk Techno“ bezeichnen.
+++ Leider schaffen es Basic Soul Unit und N/A nicht über den großen Teich, da die Maschinen hoffnungslos überlastet sind. Als Ersatz legt dafür Mike Shannon auf. +++
UND ab 9 Uhr Sonntag Morgen ist unser Bierhof Rüdersdorf wieder geöffnet! Juhu!
Interview Marcel Dettmann
Marcel, in einem RA-Interview wurde dein Image kürzlich mit „some kind of stonefaced übermensch“ charakterisiert. Viel passender wäre welche Beschreibung gewesen?
Das trifft es doch im Prinzip auf den Kopf! Nein,
ehrlich gesagt halte ich mich natürlich nicht für einen
Übermenschen. Ich bin einfach ein Typ, der Musik liebt.
Ist dein doch sehr spezieller Sound so ohne Reibungsverlust in jedem anderen Club vermittelbar?
Ich habe meine Platten und sicherlich funktioniert der eine Track da besser und der andere dort. Das ist immer ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren wie Crowd, Uhrzeit, Club und so weiter. Ich suche mir dann meinen Weg zwischen Crowdpleasing, Überraschen und Herausfordern.
Gibt es Platten, die man nur im Berghain spielen kann?
Ich denke, man kann jede Platte in jedem Club spielen.
Kommt einfach auf den passenden Moment an. Aber klar
habe ich im Berghain öfter die Gelegenheit im Rahmen
eines langen Sets spezielle Tracks zu spielen, die man
sonst eben eher nicht spielt.
Als DJ bist du nicht gerade als Freund von Melodien bekannt – welche Form von Pop begeistert dich?
Ich bin ein absolutes Kind der Achtziger mit allem, was
dazu gehört: Synthie-Pop, Wave, EBM. Momentan läuft
im heimischen CD-Player, zwar nicht aus den Achtzigern,
Pixies „Where Is My Mind“ auf Surfer Rosa. Das hab ich
gerade mal wieder herausgekramt. Diesen Song könnte
ich 1000 Mal am Tag hören.
Momentan gibt es wieder viel gute Technoplatten. Welcher neue Produzent beziehungsweise welches Label überzeugen dich gerade?
Das Label „Do Not Resist The Beat“ aus Berlin mag ich
sehr. So klingt Industrial in 2010, für mich ist das der Soundtrack zur Stadt. Gute Clubtracks machen auch die Jungs „Skudge“ aus Schweden, die habe ich neulich auch mal in Stockholm getroffen. Und dann ist da noch A Made Up Sound und das Label Fachwerk, dessen Sachen find ich momentan auch super.
Haben sich deine Pläne zum Live-Spielen konkretisiert?
Ich sitze auf jeden Fall sehr gern im Studio, denke aber vorerst nicht an Livespielen. Ich bin und bleibe an erster Stelle DJ.
Womit beginnt und endet dein Wochenende?
Ich fahre rechtzeitig zum Flughafen, so dass noch Zeit für die traditionelle Currywurst bleibt. Sonntag heimkommen und dann nichts wie ab auf die Couch mit meiner Frau Tatort gucken.
Und nun noch ein paar Worte in eigener Sache. Dein Album...
... heißt „Dettmann“. Es geht um Musik. Es ist ein
geschlossenes Werk aus einer bestimmten Lebensphase.
Marcel Dettmann spielt am Samstag, 24. April im Berghain.
|
|