Line-up / Berghain Im Konzert
Rundfunkchor Berlin
Simon Halsey
Gustav Holst -Choral Hymnus from the Rig Veda
Gustav Holst -Savitri
Susan Bickley - Mezzosopran
Christopher Gillett - Tenor
Konrad Jarnot - Bariton
Mahabharata Eine Frau überlistet den Tod. Savitri gewinnt dem schönen TodesgottDjamal ihren Gatten Satjawan ab. Als ein Freund Gustav Holst (1874-1934) ein Buch über die HeiligenSchriften der Inder in die Hand drückte, löste das einen anderthalbJahrzehnte anhaltenden kreativen Rausch aus. Der englische Komponistlernte Sanskrit, um die Weisheit des Subkontinents aus den Quellenschöpfen zu können. 1907/08 schrieb und komponierte er die KammeroperSavitri nach einer Episode aus dem Mahabharata, dem Nationalepos derInder.Den Berliner Choreographen Lars Scheibner faszinieren an ihr dieAllgegenwärtigkeit des Todes und des Lebens sowie die Fähigkeit desMenschen, Grenzen zu überwinden. Beim 6. Broadening-Projekt desRundfunkchores wird das hautnah zu erleben sein. Das Drama entwickeltsich aus einem großen Fest mitten unter den Zuschauern. Lebende wieTote bewegen sich durch das Publikum. Der Chor durchmisst die ganzeHöhe und Weite des Berghains. Ätherische Klänge wehen wie Luft voneinem anderen Planeten herein. Das Publikum lässt sich durch dasehemalige Heizkraftwerk treiben. Schlangenmenschen schwingen sich überuns in die Höhe und setzen jene Energie frei, die man braucht, um denTod zu überlisten.Dieses Broadening-Projekt folgt Holsts Expedition an einenungewöhnlichen Ort. Der Erdschwere des archaisch wirkendenBetonbunkers Berghain stemmt sich eine in die Höhe strebendeInszenierung entgegen. Das Leichte bricht das Schwere.
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