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Die bisher fünf Platten von Knowone sind in streng limitierter Auflage von 250 Stück erschienen, es ist ein Label, auf dem ein kleiner Kreis von bekannten Künstlern ihre Dubtechno-, Ambient- oder Dubtracks ohne Artistangaben veröffentlicht. Natürlich: handbestempelt und handnummeriert. Ohne Promotion, ohne Hypes und doch allesamt echte Liebhabergeheimwaffen. Es gibt keine Nachpressungen und Knowone veröffentlicht die Tracks auch nicht digital. Auch bei dem heutigen Liveauftritt weiß niemand, wer kommt und performen wird. Der Sound geht von schwerem Dubtechno über Detroittechno bis hin zu Dubstep und purem Dub. Als zweiter Live-Act wird heute JPLS spielen, der im letzten Jahr das bessere Plastikman-Album veröffentlicht hat. Dazu noch Marcel, André und für die Freunde härterer Kost noch Tommy Four Seven. In der Panorama Bar wird Cassy ein paar DJ-Freunde um sich scharen, die sie derweil bei ihren Gigs rund um den Globus kennen und schätzen gelernt hat: den Briten Lee Burridge (in UK fast ein Superstar, in Berlin bisher unterrepräsentiert), den Rumänen Rhadoo und den in San Francisco lebenden DJ Hoj. Live spielen wird Agaric, der heute sein Ovum-Album Who Made Up The Rules vorstellt.
Tommy Four Seven Interview
Bitte stelle dich vor.
Ich komme aus Großbritannien und lebe zur Zeit in Berlin. Ich bin seit sieben Jahren am DJing und habe
eigene Technotracks auf Labels wie CLR, Electric Deluxe,Shootung Elvis und Wolfskuil Records veröffentlicht.
Für die Tracks deines Debütalbums Primate, das Ende März auf CLR erscheint, hast du keinerlei traditionelle Percussionoder Beatsounds verwendet sondern hauptsächlich mit Field Recordings gearbeitet. Was hat dich an dieser Methode gereizt?
Ich war es einfach etwas müde, die immer gleichen Klänge bei Techno zu hören. Also hab ich mir die persönliche Regel gesetzt, auf dem Album keine konventionellen Sounds wie Claps und Hi-Hats zu benutzen. Außerdem finde ich es viel interessanter und inspirierender, Klänge live aufzunehmen und sie dann in neue Formen zu meißeln.
Auf dem Albumartwork sieht man dich weitestgehend im
Dunkeln stehen, eine Seite deines nackten Oberkörpers
schwach beleuchtet. Wie kam es zu dem Bild?
Das Foto wurde von einer guten Freundin, der Fotografin
Kerstin Zu Pan, in einer heruntergekommenen Lagerhalle
gemacht. Mein Körper war komplett mit schwarzer Farbe
bemalt – für mich passt das einfach gut zur Stimmung der Musik und auch zum Albumtitel Primate.
Wie strukturierst du deine DJ-Sets?
Ich wähle grundsätzlich die Musik aus während ich spiele und lass mich dann einfach treiben. Natürlich weiß ich auch, welche Tracks gut miteinander funktionieren, aber ich finde, man kann die tatsächliche Situation im Club nie voraussagen.
Wohin werden wir uns, aus deiner Perspektive, 2011 musikalisch hinbewegen?
Das ist schwer zu sagen, aber in Hinsicht auf Techno
denke ich, dass der Industriell-Einfluss vielleicht noch stärker wird, mehr Produzenten abseits des Four-To-The-Flour-Rhythmus experimentieren und der Sound insgesamt etwas härter wird.
Und wird es einen Nachfolger zu deiner Bauhaus-Platte
geben?
Wir haben bereits neues Material beisammen, mal schaun!
Tommy Four Seven spielt am Samstag, den 26. Februar, im
Berghain
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