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THE GASLAMP KILLER: "Instrumental psych dirty beats".
Vorsicht, höchste Alarmstufe! Ein wahnwitziger Amerikaner läuft in der Gegend rum, um Gaslampen zu töten. Der Resident der Maßstäbe setzenden Low End Theory-Partys in Los Angeles kommt aus dem Dunstkreis der Neuen Schule in Sachen Beats um Flying Lotus, Samiyam und Ras G. Unter dem Synonym MHE poliert The Gaslamp Killer schon seit längerer Zeit steinharte Breaks von alten Rock- & Funkscheiben neu auf und beansprucht diese extrem. So wurde er von der John Peel-Nachfolgerin Mary Anne Hobbes sogar auf ihre BBC1xtra-Bühne auf dem Sonar Festival eingeladen, und diese Ehre wird pro Jahr nur drei Acts gewährt. Während Flying Lotus verworrene Collagen ersinnt, schielt der Gaslamp Killer auf kulturelle Referenzen. Sitar-Samples, Funk-Breaks und scheppernder, beunruhigender Gesang sind mitunter die Zutaten, aus denen er schöpft. Das ergibt dann Hip Hop, Instrumental, Horrorcore, Trip Hop oder irgendwas dazwischen. SciFi-Jazz oder einfach nur Psychedelic – die Style-Begriffe, die William Benjamin Bensussen aka The Gaslamp Killer anhaften, sind vielfältig. Er selbst schert sich um derlei Überlegungen wenig. „Instrumental psych dirty beats“ nennt er die obskure Mischung aus Alt und Neu, Bekannt und Unbekannt, die er seit 2006 zusammenschraubt. Seine letzte EP mit dem Namen „Deat Gate“ erschien über Flying Lotus’ Label Brainfeeder, auf er auch die Mix-CD „A Decade Of Flying Lotus“ veröffentlichte, und ging gemeinsam mit Gonjasufi ganz klar in die Richtung verstaubter, elektronischer und psychedelischer Hip-Hop. Grundsätzlich tauchen in seinen Mixes aber so viele gute Tracks auf, die sich aber keinem Genre direkt zuordnen lassen können. Denn es gibt wohl keinen Style, den der Killer nicht spielt. Seine DJ-Sets sind unberechenbar, von Soul und Funk über Dubstep zu den rockigsten Beats, die ihr euch vorstellen könnt. Das Biest aus Haaren und purer Energie an den Plattentellern beherrscht auch die Luftgitarre perfekt und sorgt beim Publikum regelmäßig für Euphorieausbrüche.
Mit Emika, einer sympathischen Britin mit tschechischen Wurzeln, gibt’s heute noch eine bedrohlich-verzaubernde Mischung aus Dubstep und Deep Electronica, kombiniert mit poetischen und gleichzeitig minimalistischen Texten, dazu. Ihr aktueller Track „Count Backwards“ gibt uns einen Vorgeschmack auf ihr erstes Album, was laut Ninja Tune noch dieses Jahr erscheinen soll.
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