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Ghostpoet heisst Wortgewalt, Düsterheit und bedrückender Tiefgang. Der Londoner Obaro Ejimiwe mit nigerianischen Wurzeln hat mit seinem in diesem Jahr veröffentlichten "Peanut Butter Blues & Melancholie Jam" ein stimmiges, angenehm unaufgeregtes Debut hingelegt. Eine eigenwillige Melange, weit entfernt von Rapklischees, aus Dub, Rap und Grime bis hin zu rockigen Anleihen und frühem Trip Hop der 90er Jahre stosst uns träge durch den kalten, in Nebel getauchten Morgen. Musik, die Genregrenzen bedeutungslos werden lässt. Gewaltige, melancholische Echoräume entstehen. Die Wahrnehmung verschwimmt. Verhalten aber mit unglaublichem Groove setzt er seine dumpfe, warme, nuschelnde Stimme ein. Der geschickte Wortkünstler bringt Bewegung in das, was sich Leben nennt.
Muso geht mit sich und der Welt ins Gericht. Er lässt seine HipHop-Kinderstube hinter sich. Die Playstation hat er verkauft. Lyrische After-Hour-Depressionen kreuzen orchestrale Arrangement.
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