Line-up / Golden Diskó Ship, Touchy Mob, Monokid (DJ), Marius Reisser (DJ)
Promoter / K.O. Booking, Klangbad Records, Kater Konzerte, Silver Seeds, amSTARt
Das Schiff dockt an. Nach jahrelangen Reisen auf den Weltmeeren des Underground und unzähligen (handgemachten) Selfreleases erscheint nun auf Klangbad Records die erste offizielle Platte des Golden Diskó Ship, der Queen of Elektronic Folk Pop und dem besten Live-Audio+Video Mix seit Planningtorock.
RELEASE PARTY mit GOLDEN DISKÓ SHIP, TOUCHY MOB, DJ MARIUS REISSER (DENSE), DJ MONOKID (GOLDMUND)
*******************************************************************************************************************************
Klangbad Records, Kater Konzerte, Silver Seeds und amSTARt präsentieren
Record Release Party
Golden Diskó Ship : Prehistoric Ghost Party
Klangbad Records. VÖ: 16.03.2012. Broken Silence / A-Musik / Klangbad Mailorder
Live:
Golden Diskó Ship
http://www.goldendiskoship.com (also video)
http://www.soundcloud.com/golden-disko-ship
http://www.faust-studio.de
http://www.klangbad.de
http://www.myspace.com/citysplits
Touchy Mob
http://www.touchymob.com
http://www.fruit.touchymob.com (music)
DJs:
Monokid
Goldmund
Marius Reisser
Dense. Birthday Party
*******************************************************************************************************************************
Info Golden Diskó Ship
Das Mädchen auf ihrem goldenen Ausflugsdampfer hat eine sehr lange Fahrt hinter sich.
Sie hat uns ein großes Werk in der Seemannskiste der Erinnerung mit zurückgebracht, und es ist in vielen kleinen Sprachen geschrieben.
Im nun vorliegenden Reisebericht verstecken sich Bilder hinter Tönen, tanzen Worte und Klänge exotische Tänze, und Melodien reimen sich mit Bedeutungen.
Alles hat hier seine Geschichte, und in den Bewegungen sind Orte verborgen - die Strände Islands, die Fernstrassen Europas, die Glasfaserkanäle der virtuellen Welt,
oder der Parkplatz neben dem Club, wo der Kleinwagen darauf wartet, mit Equipment beladen zu werden, während neben der Bühne noch mit enthusiastischer Beiläufigkeit in den mannigfachen Dialekten des DIY gefachsimpelt wird.
Wie in einer öffentlich aufgeführten Diashow, die eine private Existenz dokumentiert, in der Leben, Arbeit und Kunst sich vertragen, sind diese Schnappschüsse die Bildspur, über der sich ein Soundtrack der Bilder bemächtigt. Denn diese Lieder erzählen, während die Bilder illustrieren, oder als Hinweise am Wegesrand Nebenrollen spielen.
Und die Geschichten handeln von so vielem, das jede Aufzählung nur Annäherung sein kann: Die Geister von Papierschiffen, die in der Nacht auf der Oberfläche eines Swimming Pools treiben. Und die Hügel, die aus tausenden toter Fische bestehen.
Und die roten Lichtpunkte, die sich in der Morgendämmerung in Rentiere verwandeln. Die Dinge die sich ersetzen lassen, und die Menschen, die sich nicht
ersetzen lassen. Die von der Ex-Freundin gebuchten Flugtickets. Die Postkarte mit dem elektrischen Elefanten. Der Skiausflug mit Aphex Twin. Der Tag an dem sich das Mädchen erfunden hat.
Und wenn die Stories zu Songs werden verläuft sich die Bratsche in einem Gestrüpp aus Effekgeräten, während die Gitarren aneinander zerrend, durch einen Fluss aus gefundenen Geräuschen waten, um sich am Ufer in einem Haus aus Samples die Zeit mit Spielzeuginstrumenten zu vertreiben.
Und aus der Mitte des Zimmers kommen Stimmen, die sich nicht im Weg stehen, und trotzdem nie einfach Chor sind, die ins Megaphon flüstern, und in Kontaktmikrophone schreien, die sich gegenseitig halten, und sich im richtigen Moment loslassen, die das Ohr kratzen und streicheln, und in ihrer Vielfältigkeit der zugelassenen Möglichkeiten versöhnen sich Emotion und Experiment.
Der Rest ist das Geräusch von analogen Schritten im digitalen Sand.
Und in allem spürt man ein Lächeln, das von den Freuden und Mühen künstlerischen Denkens und Handelns erzählt, das sich selbst belohnt mit Liedern wie diesen.
Falko Teichmann
Info Touchy Mob
Touchy Mob ist die Affäre eines warm herumspukenden Folksongs mit der Körpersprache von Beats, für den Tanzboden gemeint, auf vielen weichen Knien. Ist eine lange Ehe zur lyrischen Intensität und gemütlichen
Dunkelheit von Songwritern wie Chad Vangaalen, schwer verliebt jedoch in die Riffs des Rave. Wirft eine Ladung aufgelesener Klänge hinein, wie The Books es tun, legt hie und da ein Küsschen nieder auf die Kraut-Vergangenheit, nur alles in Four Tet'schem Marschtempo. Lieder und Tracks wachsen auf dem Grund kurzer, bewundernder Blicke statt kontinuierlichem Einfluss, schlagen sich durch zu Pointen, die völlig unterschiedlich im Klang sein können, doch verwandt und verknallt in grober Ästhetik und Stimmung, keine dichte Masse, aber eine Masse zum drin verlieren.
|
|