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Wer hätte vor einigen Jahren, als die Wolf+Lamb Posse sich noch darauf beschränkte im New Yorker Stadtteil Brooklyn in ihrem Headquarter, dem Marcy Hotel, Underground Partys zu schmeißen, gedacht, dass diese Jungs es einmal schaffen werden sich dem Trott des Gewohnten entgegenzusetzen, um für frischen Wind in der elektronischen Musik zu sorgen? Seit geraumer Zeit kommen zumindest wir an den Scheiben von Wolf+Lamb einfach nicht vorbei und sind immer wieder begeistert. Es muss definitiv nicht immer schnell und aggressiv sein, nein, das kann auch manchmal durchaus eher hinderlich sein. Viel mehr sind es dann doch die langsameren Sets, die gefühlvoll und warm um die Ecke kommen. Genau dafür steht Wolf+Lamb und natürlich auch die Künstler, die hinter dem Label stecken. Neben Gadi und Zev sind es vor allem NO REGULAR PLAY die uns begeistern. Nick De Bruyn und Greg Paulus verbindet mit Wolf+Lamb nicht nur eine jahrelange Freundschaft, sondern auch eine gemeinsame musikalische Vision. Kein Wunder, haben die Jungs von NO REGULAR PLAY eine klassische Musikausbildung hinter sich und arbeiteten schon mit Lauryn Hill oder James Brown’s Drummer. Ihrer Vision von einer Priese Soul & Funk im Housegewand sollte allen schon seit der Soul Clap Version von Smiling Faces ein Begriff sein. Jetzt, zwei Jahre später, steht nun ihr Debutalbum Endangered Species auf der Tagesordnung und man muss sagen, es ist wirklich wunderbar. Gekonnt vereinen die beiden ihre tiefe Liebe für frühen Soul, Jazz, 80s New Wave, Hip Hop und elektronische Harmonien auf diesem Longplayer und schaffen es das Ganze in das Hier und Jetzt des Clubkontexts zu verfrachten. Entstanden ist das ganze im bereits erwähnten HQ der Posse in New York, womit das Gesamtwerk durchaus auch die Handschrift von Wolf+Lamb im allgemeinen trägt: Akustische Elemente werden hier liebevoll auf einem elektronischen Teppich getragen. Bleibt zu hoffen, dass Musik dieser Natur, wie der Album Titel vielleicht auch fälschlicherweise vermuten ließe, nicht zu einer bedrohten, ja gar aussterbenden Art verkommt.
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